Was ist ein Mitmachtheater?

Eigentlich erklärt sich der Begriff ja von selbst. Dennoch wollen wir hier kurz auf ein paar verschiedene Formen eingehen, welches ein Mitmachtheater annehmen kann.

Mitmachtheater als interaktives Kindertheater

Das ist wohl die ursprünglichste Form des Mitmachtheaters. Kleine und auch große Kinder werden von den Schauspielern unmittelbar in das Geschehen eingebunden. Oftmals kommt richtige Aktion auf und kein Auge bleibt trocken. Die Kinder werden dazu angeregt Ideen zu entwickeln, zu Lösungen von Problemen beizutragen und überhaupt kreativ zu sein. Echtes Mitmachtheater ist viel mehr als nur ein Liedchen zusammen zu singen oder sich die offensichtlichen Lösungen zurufen zu lassen. Jeder Auftritt verläuft anders und nicht selten sind die Improvisationskünste der Schauspieler gefordert um die Handlung nicht komplett aus dem Ruder laufen zu lassen. Alles läuft nach dem Motte: Mitmachen, mitdenken, Spaß haben!

Mitmachtheater für Erwachsene

In der Regel handelt es sich beim Mitmachtheater für Erwachsene um Improvisationstheater. Improtheater ist in der Regel schnell, witzig und nicht selten wird „scharf“ mit Worten geschossen. Im Normalfall ist relativ wenig geplant und die Künstler verParticipatory theaterarbeiten alles, was ihnen vom Publikum zugeworfen wird. Hierbei gibt es verschiedene Spielformen, die vom Reimspiel über das Ratespiel bis hin zu einer komplett improvisierten Szene geht, in der sich mehrere Schauspieler auf der Bühne zusammenfinden müssen. Nicht selten werden während einer Show sogar neue Kulissen aus allem was zur Hand ist zusammen improvisiert.

Eine Sonderform ist der Improvisationskrimi bei dem sich Spieler und Publikum darum bemühen ein Verbrechen, meistens einen Mord, aufzuklären.

Ein besonderer Spaß ist das Impro Duell. Hier buhlen zwei verschiedene Improvisationsgruppen um die Gunst des Publikums. Oftmals werden solche Duelle auch in Turnierform unter verschiedenen Improvisationskünstlern an mehreren Abenden ausgetragen. In einem normalen Impro-Duell treten immer drei gegen drei an, wobei der eine oder andere Querschläger ins Publikum nicht nur erlaubt, sondern vom Publikum auch sehnlichst erwünscht ist.