Theaterkritiken

„Bravo“ & „Da Capo“ – Rufe sowie stehende Ovationen sind die Publikumsresonanzen von denen jeder Künstler, der jemals auf einer Theaterbühne gestanden hat, träumt. Nun, dass dies nicht immer so sein kann liegt in der Natur der Sache. Beim Theater verhält sich das so ähnlich wie beim Essen, die Geschmäcker sind unterschiedlich. Jede Theaterkritik oder Rezession ist, auch wenn der Verfasser neutral sein möchte, unter dem Einfluss der persönlichen Vorlieben des Schreiberlings. Professionelle Theaterkritiker sind in der Regel in der Lage diese vor dem Leser zu verbergen.

Wie verfasst man eine Theaterkritik ?

Zuerst muss sich der Verfasser gut über das jeweilige Stück informieren. Titel und Autor, sowie eine kurze Zusammenfassung der Handlung gehört in jede gute Rezension. Zudem muss zu Beginn auch das Theater, in dem die Aufführung stattfindet, genannt werden.

theatre-reviewDarauf folgt eine Zusammenfassung wie der Regisseur das Stück bezüglich der Bühnenbauten, Requisiten und der Beleuchtung umgesetzt hat, bevor man näher auf die einzelnen Schauspieler eingeht. Eine gute Rezension beschreibt nicht nur die schauspielerische Leistung, sondern auch die jeweiligen Kostüme und wie der Schauspieler mit den Anforderungen der Rolle umgeht.

Es kann durchaus von Vorteil sein, wenn der Kritiker die jeweiligen Schauspieler, aber auch das Team hinter den Kulissen, von anderen Aufführungen her kennt. So können Vergleiche angestellt werden welche, wenn sie objektiv und neutral gehalten sind, den Lesern der Rezension helfen, sich ein besseres Bild über die Aufführung zu verschaffen.

Sachlich bleiben bei Theaterkritiken

Eines der wichtigsten Eigenschaften eines jeden Theaterkritikers ist es, sachlich zu bleiben. In der Regel ist dies kein Problem. Meistens besitzen professionelle Kritiker auch Insiderwissen, welches der Rezension dienlich sein kann. Zum Beispiel kann die Erkrankung eines Schauspielers dazu führen, dass kurzfristig ein Ersatz einspringen muss, der die Rolle nicht ganz perfekt auf der Bühne widergibt. In einer guten Rezension kann dies mit der angebrachten Kritik erwähnt werden, ohne die Rolle zu zerreißen. Dies ist jedoch nur mit dem erwähnten Insiderwissen möglich.